1 Mitteldarmdrüse

2 Darm

3 Eiweißdrüse

4 Niere

5 Ei im Oviduct

6 Herzbeutel

7 Lungensystem

8 Geschlechtsöffnung

9 Nervensystem

10 Fühler mit Auge

11 Tastfühler

12 Oberkiefer

13 Radula (Reibplatte)

14 Speicheldrüse

15 Magen

16 Spindelmuskel

17 Gehäuse (Schale)

18 Atemloch

19 Mantelwulst

20 Fuß

21 Kriechsohle

 

Nahaufnahme und mikroskopische Aufnahme der Wachstumsrillen

Die Wachstumsrillen entstehen bei der Bildung des Gehäuses durch den Mantelwulst. Im Mantelwulst sind besonders viele Kalkdrüsen und pigmentbildende Zellen vorhanden. Je nach Ernährung und Art der Schnecke können die Wachstumsrillen unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Am äußersten Rand des Wulstes sitzen Drüsen zum erstellen der organischen Chinonschicht. Darunter kommen die Drüsen für die Prismenschicht. Am Schluss wird der Gehäuseaufbau mit der glatten Perlmuttschicht abgeschlossen. Die Drüsen der Perlmuttschicht befinden sich auch überall im inneren der Schnecke, an der Gehäusewand. Bei einem Bruch des Gehäuses kann die Schnecke die Beschädigung mit einer weiteren Perlmuttschicht reparieren.

Schematischer Aufbau einer Schneckenschale

Befindet sich die Mündung rechts von der Achse ist das Schneckenhaus rechtsgewunden, befindet sie sich links von der Achse ist das Gehäuse linksgewunden.

Fast alle Achatschnecken haben ein rechtsgewundenes Gehäuse

Epiphragma von oben und in der Seitenansicht

Blauer Pfeil: Luftöffnung

Grüner Pfeil: Dicke des Epiphragma ca. 1 mm

Das Epiphragma besteht aus ca. 1% Wasser, 36% CO2, 0,4% N, 0,3% SiO2, 0,2% Fe2O3 und Al2O3, 50% CaO, 0,8% MgO  und aus 10% organischen Stoffen

Mikroskopische Aufnahme der  Gehäuseschichten, 490- fache Vergrößerung

Chinonschicht: organische Schicht zum Schutz gegen Säuren. In dieser Schicht wird die Farbgebung und Musterung des Gehäuses(Schale) festgelegt

Prismenschicht: Durch ihre Anordnung dient sie der Gehäusestabilität

Perlmuttschicht: Sehr glatte Schicht zum Schutz der inneren Organe. Dient ebenfalls der Gehäusestabilität und kann in der Dicke weiter ausgebildet werden.

Chemische Bestandteile des Gehäuses:

ca. 0,2% Wasser, 39% CO2, 0,1% SiO2, 54% CaO, 0,3% MgO und aus 5% organischen Stoffen

 

... mit den Augen können Schnecken ihre Umgebung betrachten ...

... und so ihr Futter finden

... mit den Fühlern kann die Schnecke Gerüche wahrnehmen ...

Geschlechtsöffnung, direkt hinter dem Kopf

                             Gehäuserand mit Mantelwulst

Windungen des Schneckenhauses

Fußende

Das geschlossene Atemloch im Mantel. Durch das Atemloch diffundiert Sauerstoff in die Mantelhöhle und zum Lungensystem. Zum Schutz des Lungensystems vor Austrocknung, kann das Atemloch geschlossen werden. Je nach Luftfeuchte bleibt das Atemloch länger oder nur kurz geöffnet.

Kopf mit Fühlern, Lippen und der Mundöffnung

Radula (weiß) und Oberkiefer (orangebraun)

Hautoberfläche mit dunklem Aalstrich

Fußrand

leicht geöffnetes Atemloch

Achatschnecke bei der Futteraufnahme

Raspelzunge (Radula) der Schnecke

Die Radula bewegt sich von hinten nach vorne in die Richtung der Fühler und ist mit vielen kleinen Zähnchen aus Chitin besetzt

                   verkapselte Achatschnecke

Der Kalkdeckel (Epiphragma) wird aus erhärtetem Schleim gebildet

Spaltöffnung im Kalkdeckel (Epiphragma) zum Gasaustausch

Auf diesem Bild sind deutlich die Eier im Ovidukt durch das geöffnete Atemloch zu sehen. Das Bild wurde kurz vor der Eiablage aufgenommen

Anhand der geöffneten Schale einer Achatschnecke kann man gut die Spindel oder Columella (Pfeile) erkennen

Lungensystem an der Innenwand des Gehäuses in der Mantelhöhle. Die Aufnahmen entstanden durch das geöffnete Atemloch. Der Sauerstoff diffundiert durch das Atemloch in die Mantelhöhle.

Durch das Luftdepot in der Mantelhöhle können Achatschnecken bis zu einem Tag ohne Sauerstoffzufuhr auskommen.

Die Embryonalschale oder Protoconch (grün) wird noch in der Eischale gebildet. Die Mikrostrukturen auf dem Protoconch und auf dem anschliessend gebildeten Gehäuse werden bei manchen Arten zur Bestimmung herangezogen.

Archachatina

Burtoa

 Die Mündung kann in folgende Bereiche eingeteilt werden: Gaumenwand (gelb), Spindelseite (blau), Mündungswand (rot) und Lippe (grün). Die Lippe ist eine leichte Erweiterung des Gehäuserandes nach außen.

Sinnesbereiche der Achatschnecke

Feuchtigkeitssinn (grau)

am ganzen Körper, verstärkt auf der Kriechsohle und im Kopfbereich

Sehsinn (gelb)

am ganzen Körper, verstärkt am Mantel und an den Augen wobei die Sinneszellen am Mantel und Körper nur Unterscheidungen für Hell und Dunkel zulassen.

 

Die Schnecken besitzen einen Lagesinn mit dessen Hilfe sie z.B. den schnellsten Weg nach oben aus dem Wasser finden.

Geruchssinn (grün)

am ganzen Körper, verstärkt am Mantel, der Fußsohle und im Kopfbereich

Tast- und Temperatursinn (blau)

beide Sinne am ganzen Körper, verstärkt an der Kriechsohle und im Kopfbereich

Ein Hörsinn fehlt bei den Schnecken!